Zumindest im Bereich der TV-Geräte könnte es in absehbarer Zeit eine Abkehr von TFT und Plasmageräten geben. Die Hersteller Canon und Toshiba haben auf der IFA einen Monitor vorgestellt, der die Vorteile von CRT und TFT-Monitoren vereint: Das SED (Secure Conduction Elektron Emitter Display).
Eingesetzt werden sollen diese Geräte zunächst vorrangig im HDTV-Bereich, eignen sich aber durchaus auch für Computermonitore.
Die SED-Technik übernimmt vom Röhrenmonitor (CRT) das Prinzip des Bildaufbaus. Eine Phosphorschicht auf der inneren Rückwand der Displayscheibe wird mit Elekronen beschossen – dabei entsteht eine gewisse Strahlung und die ist auch der Nachtei an den Geräten. Neu bei der Bestrahlung ist allerdings im Vergleich zu herkömmlichen CRTs, dass die Bildpunkte einzeln adressiert werden – jedes Pixel hat seine eigene Elektronenquelle.
Vorteile gegenüber TFTs: großer Einblickwinkel, hohes Kontrastverhältnis (laut Toshiba 8600:1 im Vgl. haben TFTs im Schnitt etwa 700:1), gute Farbtreue, keine Hintergrundbeleuchtung nötig.
Vorteile gegenüber CRTs: Bildverzerrungen, die durch unpräzise gelenkte Elektronenstrahlen auftreten, sind Geschichte, SED braucht weniger Strom, die Geräte sind so flach und leicht wie ein TFT, geringere Strahlung.
Die Massenproduktion beginnt laut Toshiba in 2007. Da eine Lizenzierung nicht geplant ist und Canon keine eigenen Monitore herstellt, wird Toshiba der einzige Anbieter der SE-Displays sein, was eine Monopolstellung und hohe Preise bedeuten dürfte.